Pura Besakih auf Bali – Muttertempel und Heiligtum

Pura Besakih, Bali

Must-see: Pura Besakih, Balis Muttertempel

Pura Besakih - Heiligster und größter Tempel auf Bali

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Pura Besakih ist der heiligste, größte und auch einer der ältesten Tempel auf Bali. Für die Einheimischen ist er die Mutter aller balinesischen Tempel und wird daher auch als Muttertempel bezeichnet. In 900 Metern Höhe am Südwesthang des Gunung Agung (3142 m) gelegen, ist Pura Besakih von allen Tempeln auf Bali den Göttern am nächsten. Denn nach balinesisch-hinduistischem Glauben gilt der nach wie vor aktive Vulkan Gunung Agung als Wohnsitz der Götter und symbolisiert den Mittelpunkt des Universums.

Pura Besakih ist eine große, terrassenförmig angelegte Tempelstadt mit drei Haupttempeln, rund 30 Nebentempeln und mehr als 200 Gebäuden, darunter zahlreiche Tempeltürme (Meru), Schreine und Pavillons. Der heiligste der drei Haupttempel ist Pura Penataran Agung Besakih, in dem der allmächtige Gott Sanghyang Widhi Wasa als Trimurti – in seiner Erscheinungsform als Brahma-Shiva-Vishnu – verehrt wird.

Pura Penataran Agung Besakih bildet als großer Staatstempel das Zentrum des Tempelkomplexes und beherbergt den heiligen dreisitzigen Lotusthron (Padmasana), bei Tempelfesten der Ehrenthron für Widhi Wasa. Zum Tempel hinauf führt eine steile, breite Steintreppe, den Eingang markiert ein Candi Bentar (gespaltenes Tor). Nicht-Hindus dürfen die heilige Stätte zwar betreten, müssen sich jedoch am äußeren Rand aufhalten.

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Pura Penataran Agung Besakih ist Hauptschauplatz bei beinahe täglich im Tempel stattfindenden balinesisch-hinduistischen Zeremonien. In Weiß gewandete Balinesen tragen dann ihre Opfergaben die zentrale Treppe zum Tempel hinauf, beten und ehren ihre Götter und Vorfahren. Seit Ende des 15. Jahrhunderts fungiert Pura Besakih als Ahnentempel.

Beidseits des zentralen Heiligtums befinden sich die anderen beiden Haupttempel des Komplexes. Pura Kiduling Kreteg im Osten ist Brahma geweiht, Pura Batu Medeg im Westen Vishnu. Drumherum liegen die zahlreichen Tempel und Schreine der balinesischen Klans und Dorfgemeinschaften, allesamt von Mauern und Mäuerchen umgeben. Die Fürstengeschlechter haben ihre eigenen Bezirke.

Tipps für Besucher

Pura Besakih und Gunung Agung, Bali

Pura Besakih mit Balis heiligstem Berg, dem Gunung Agung

Ein Besuch des Pura Besakih ist für Bali-Reisende ein Muss. Der rund drei Quadratkilometer große Tempelkomplex im Osten von Bali ist vom Parkplatz über einen etwa einen Kilometer langen, gepflasterten Weg zu erreichen. Beidseits des Weges befinden sich zahlreiche Souvenirshops, Obst- und Getränkestände. An der großen Wiese vor dem Tempel bietet sich ein schönes Fotomotiv auf den Pura Besakih und den dahinter liegenden Gunung Agung. Klare Sicht und gutes Wetter gibt es allerdings nur selten am Gunung Agung. Meist sind Berg und Tempel mit Wolken eingehüllt, Regen ist keine Seltenheit.

Für einen Besuch des Pura Besakih sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden. Parallel zur zentralen Treppe führen auch Wege zu den oberen Terrassen der Tempelanlage. Linker beziehungsweise rechter Hand lohnt ein Blick durch die Türen und Tore der Tempel und Schreine der Klans und Dorfgemeinschaften. Am Souvenirshop oberhalb des Zentralheiligtums führt der Weg weiter hinauf zum höchst gelegenen Tempel, dem Pura Pangu Bengan. Der Tempel mit atemberaubender Sicht auf den gesamten Besakih-Komplex, die Küste und das Meer steht für Besucher aller Glaubensrichtungen offen, vorausgesetzt, man will beten.

Geschichte des Pura Besakih

Gunung Agung, Bali

Gunung Agung - Heiliger Vulkan am Pura Besakih

Die Entstehungsgeschichte des Pura Besakih reicht zurück bis in die prä-hinduistische Ära Balis. Im 8. Jahrhundert soll ein Priester aus Java, Sanghyang Markan Deya, den Grundstein für den Tempel gelegt haben. Seit Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts gilt Pura Besakih als der wichtigste von insgesamt neun Staatstempeln auf Bali.

Pura Besakih ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um neue Tempel, Schreine und andere Tempelgebäude erweitert worden. Bei einem Erdbeben im Jahr 1917 wurde der Tempel teilweise zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Von dem Ausbruch des Vulkans Gunung Agung im Jahr 1963 blieb Pura Besakih auf wundersame Weise verschont. Der Lavastrom teilte sich kurz vor Erreichen des Tempels und floss links und rechts an dem Heiligtum vorbei. Dennoch wurde der Vulkanausbruch zur Tragödie. Mehr als 1000 Balinesen starben, über 80.000 verloren ihr Dach über dem Kopf.

Fatalerweise befand sich ganz Bali zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs inmitten der Vorbereitungen für das nur alle 100 Jahre stattfindende Eka-Dasa-Rudra-Fest, ein Ritual, bei dem das Universum gereinigt wird. Das Fest wird traditionsgemäß im Pura Besakih gefeiert. Die Balinesen deuteten und deuten den Vulkanausbruch als Ausdruck göttlichen Zorns, da der Zeitpunkt für den Beginn der Festlichkeiten möglicherweise falsch berechnet worden war. Das Eka-Dasa-Rudra-Fest wurde im Jahr 1979 nachgeholt.

Öffnungszeiten und Eintritt

Pura Besakih ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Das Tragen eines Sarongs und Tempelschals ist Pflicht (kann am Eingang ausgeliehen werden, Verkauf an den zahlreichen Ständen nahe Parkplatz). Eintritt für den Tempelkomplex: 15.000 Rupiah (1,10 Euro) pro Person (ohne Führung)

Hotels nahe Pura Besakih

Schön gelegene Übernachtungsmöglichkeiten nahe Pura Besakih und Gunung Agung finden sich beispielsweise im Süden bei den Reisterrassen von Sidemen: Samanvaya *, Villa Sidemen * und Sawah Indah Villa *. Weitere Hotels bei Sidemen findet ihr in der Hotelübersicht *.

Video-Empfehlung

Mein YouTube-Video: Pura Besakih | Bali.

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Gudrun Brandenburg

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